die ständige reise
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die ständige reise

weblog von annabell preußler

2500 Kilometer in 4 Tagen

Abgelegt unter: Job, Persönliches, Reisenotizen, Wissenschaftliches — Annabell um 14:25 pm am 08.02.2010

Dieses Wochenende war ein absolutes Reisehighlight – was unterschiedlicher kaum sein kann. Der erste Programmpunkt war am Donnerstagabend in Dortmund. Dort fand die Verabschiedungsfeier von Prof.’in Dr. Renate Schulz-Zander statt, bei der ich meine erste Stelle als studentische Hilfskraft innehatte und die mir auf diese Weise den Sprung in die Wissenschaft ermöglicht hat. Die Feier war als Festkolloquium ausgerichtet – es war schön, viele bekannte Gesichter wiederzusehen. Eine Festschrift gab es auch und beim anschließenden Essen war die Stimmung regelrecht familiär.

Am Freitag früh ging es gemeinsam mit Britta Voß nach Hamburg zum educamp. Obwohl ich nur einen Tag bleiben konnte, hat es sich dennoch gelohnt! Auch hier wieder vertraute Gesichter – andere, wohlgemerkt. Hier kannte ich den Großteil der Teilnehmenden vor allem von ihren Profilbildern aus twitter und facebook. Von der Stimmung her habe ich das educamp tatsächlich als eine Unkonferenz empfunden – mit der Betonung auf “Konferenz”. Bei den regulären Barcamps, bei denen ich schon mitgemacht hatte, lag die Betonung vor allem auf “Un-”. Zwar war rein tagungsmäßig nicht sehr viel vorgegeben, das Publikum waren aber weniger typische Barcamper sondern aus meiner Sicht vor allem WissenschaftlerInnen, LehrerInnen – eben alle BildungswissenschaftlerInnen, die man beispielsweise auch in bestimmten Sessions auf Tagungen der GMW trifft. Inhaltlich ging es in den Sessions, an denen ich teilgenommen habe, hauptsächlich um die Verortung der Bildungswissenschaften, um die Förderung von wissenschaftlichem Nachwuchs und die “neuen” Chancen des Lehrens und Lernens.

Samstag und Sonntag standen dann komplett unter dem Motto “Kaiserschmarrn und Melange” – ich habe meine Schwester in Wien besucht. Obwohl es nur zwei Tage waren, fühlte es sich doch wie ein richtiger Urlaub an. Infolgedessen konnte ich natürlich auch keinen Tatort gucken. Wer mir einen Talk schreiben mag, ist herzlich dazu eingeladen.

Tatorttalk: Hilflos (SR)

Abgelegt unter: Tatorttalk — Annabell um 08:42 am am 26.01.2010

Schon länger gab es keine Folge aus dem Saarland mehr, letzten Sonntag war es wieder soweit.

Generell: Ich mochte den Aufbau dieser Folge, die mit dem Ende begann und aus Kappls Sicht nacherzählt wurde. Direkt zu Beginn war klar, dass es um Jugendliche ging, denn Deiniger fragte, ob er alleine zu den Eltern fahren solle. Diese Anfangsszene wurde zum Schluss wieder aufgegriffen, so dass die ganze Geschichte stimmig und rund war. Das Thema “Mobbing unter Jugendlichen” war schon öfter mal Thema im Tatort, trotzdem wurde das Publikum nicht zu belehren versucht. Mich hat es wütend gemacht, dass die ganze Klasse einfach komplett frei von Anteilnahme war und ich konnte Kappls Wutausbruch während des Verhörs auch gut nachempfinden. Denn der Beschuldigte sagt nichts – aus gutem Grund, wie sich später herausstellt. An dieser Stelle wurde auch die Hilflosigkeit der Kommissare deutlich, die sich in Sachen Taktik nicht ganz einig waren: einfühlsam sein oder Druck ausüben? Eine sehr gesellschaftskritische Folge über Gewalt und Freundschaft.

Zum Fall: Ein Schüler wird tot auf einem Parkdeck gefunden – nicht einmal seiner Mutter war aufgefallen, dass er schon seit zwei Tagen dort gelegen hat. Bei den Ermittlungen stellt sich heraus, dass David ein Außenseiter in seiner Klasse war, genau wie sein Freund Tobias, der kurz entschlossen war, David bei der Polizei als vermisst zu melden. Schnell wird dieser zu einzigen Verdächtigen: Seine Zigaretten liegen neben der Leiche, seine Fußspuren sind am Tatort zu finden, sein Alibi ist unkonkret. Deiniger glaubt trotzdem an Tobias’ Unschuld, denn schließlich war David sein bester Freund. Es stellt sich heraus, dass die beiden nicht nur Außenseiter waren – sie waren Mobbingopfer, und das auf grausame Art und Weise. Der Plot verhärtet sich, als Tobias Jonathan aufsucht, den Wortführer der Klasse, und ihn erpresst.

Unstimmigkeiten: Eher eine Frage: Hat Tobias den USB-Stick absichtlich liegenlassen?

Zur Besetzung: Sergej Moya fand ich gut in der Rolle, er kam mir jedoch ein wenig zu alt vor.

Doppelbesetzungen: Sergej Moya, Florian Bartholomäi, Bettina Koch, Peter Tiefenbrunner, Petra Lamy, Gabriele Krestan, Willi Fries und Barbara Scheck gab es schon in anderen Tatorten. Nicht so viele diesmal und bei einigen auch lange her.

Bester Satz: “Wein mal richtig!”

Musik: Gelungene Untermalung, keine besonderen Titelsongs.

In zwei Worten: Mobbing Freundschaft.

Zur 20.40 Uhr-Prognose: Um 20.40 Uhr-Regel waren andere Personen die Unauffälligsten. Insofern fand ich das Ende nicht sehr vorhersehbar.

Ich gebe 7 Punkte

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Und sonst? Mir ist noch eine Kleinigkeit aufgefallen, von der ich zwar nicht weiß, ob sie in Bezug auf die Namensgebung relevant war, aber die ich dennoch bemerkenswert finde. Im Alten Testament gibt es auch eine Geschichte von Freundschaft und zwar ausgerechnet zwischen Jonatan und David.

Tatorttalk: Klassentreffen (WDR)

Abgelegt unter: Platz, Ruhrgebiet, Tatorttalk, zwanzig10 — Annabell um 14:55 pm am 16.01.2010

Am letzten Sonntag, pünktlich mit dem Start der Ruhr.2010 war der Tatort “Klassentreffen” zu sehen. Eine Folge aus Köln, die aber eigentlich in Essen und Oberhausen spielte.

Generell: Nette Idee, einen Ruhrgebietstatort zu produzieren. Aber irgendwie wirkte es künstlich, als müsse man – da es ja nun mal kein Ruhrgebietsteam (mehr) gibt, irgendwas konstruieren. Die Kölner boten sich an, die Lösung war aber eher mittelmäßig. Und dass die Kommissare selbst verdächtigt werden, ist doch langsam auch nicht mehr nötig. Dieses ganze Konstrukt wurde noch durch scheinbar auswendig gelernte Sätze verstärkt, was dann tatsächlich wie ein Werbefilm für die Ruhr.2010 erschien. Auch die Idee vom Klassentreffen (oder so etwas in der Art) ist nicht neu – wenn ich mich recht erinnere, gab es sowas schon einmal aus Bremen und auch dabei wurde die Kommissarin verdächtigt. Und letztlich war auch recht vorhersehbar, dass auf der Schachtel kein Fingerabdruck gewesen sein würde.

Zum Fall: Ballauf muss zum Klassentreffen nach Essen. Während des Abends unterhält er sich mit seiner Jugendliebe und verbringt anschließend die Nacht mit ihr im Hotel. Am nächsten Morgen wird ihr Ehemann, Dorn,  im Nebenzimmer tot aufgefunden. Er hatte sich schon den ganzen Abend unbeliebt gemacht und die Ehe scheint auch nicht gerade glücklich verlaufen zu sein. Natürlich wird Ballauf von der Essener Kommissarin verdächtigt. Gleichzeitig ist aber auch in Köln ein Toter aufgetaucht – ein Bauunternehmer, in dessen Geschäft auch Schwarzarbeit und Korruption gehörten. Er hatte gemeinsam mit Dorn als der Leiter der Ruhr2010 gemeinsame Sache gemacht. Am Ende waren es zwei verschiedene Täterinnen und zwei verschiedene Motive.

Unstimmigkeiten: Wieso konnte Ballauf denn nun einfach so mitermitteln? Entweder versächtig oder nicht. Außerdem war die Fahrtroute innerhalb Essens seltsam.

Zur Besetzung: Ich mochte Catrin Striebeck und Jasmin Schwiers!

Doppelbesetzungen: Catrin Striebeck, Angelika Bartsch, Karoline Eichhorn, Jasmin Schwiers, Oliver Stritzel, Holger Kunkel, Helga Bellinghausen, Martin Brambach, Rolf Berg, Tatjana Clasing, Ludwig Hansmann und Felix Vörtler waren schon mal dabei.

Bester Satz: Mir fällt keiner ein.

Musik: Ebenfalls unterauffällig.

In zwei Worten: Klassentreffen Essen.

Zur 20.40 Uhr-Prognose: Ich weiß nicht, ob die Täterinnen um 20.40 Uhr-Regel schon im Bild waren. Denke aber, nicht.

Ich gebe 5 Punkte

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Und sonst? Tatort kann man jetzt online gucken.

Palminger & the kings of Dub Rock: Lied für alle

Abgelegt unter: Kultur, Netzfunde — Annabell um 11:27 am am 09.01.2010

Wer Teil eines gigantischen Musikprojektes werden möchte, sollte schleunigst die Webseite von Jacques Palminger aufsuchen und das “Lied für alle” runterladen. Dann nur noch auswendiglernen (denkbar einfach: Der Text besteht nur aus den Worten “Lied für alle”) und vortragen. Die Aufnahmen – können auch in Dialekten, Fremdsprachen oder von Tieren sein – wiederum an Palminger schicken. Und dann wird daraus ein einziges Lied produziert. Großartig, oder? Der Aufruf richtet sich übrigens an ALLE Menschen! ;-)

Update: Hier mein Beitrag ;-)

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

Trotz Schneesturms zur Eröffnungsfeier

Abgelegt unter: Kultur, Programm, Ruhrgebiet, zwanzig10 — Annabell um 14:18 pm am 08.01.2010

Morgen soll nun doch auf jeden Fall die Eröffnungsfeier der Ruhr2010 stattfinden, trotz des vorhergesagten Schnees. Über eine Terminverschiebung werde nur für den Notfall nachgedacht:

Für die gegenwärtig unwahrscheinliche Situation eines Jahrhundert-Schneesturms gibt es, wie bei jeder Großveranstaltung üblich, einen Notfallplan. Dieser sähe auch die Verlegung des Festaktes auf einen späteren Zeitpunkt vor. [Quelle]

Also, warme Jacke und Mütze einpacken und dann ab in den Zug Richtung Essen. Lassen wir dem Jahrhundert doch bitte noch die restlichen 90 Jahre Zeit.

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