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die ständige reise

weblog von annabell preußler

Was sänge Gabriella auf deutsch?

Filed under: Kultur,Persönliches — Annabell um 10:48 am am 19.05.2010

In meinem Lieblingsfilm “Så som i himmelen” (“Wie im Himmel”) aus dem Jahr 2005 singt eine Frau namens Gabriella – wunderbar gespielt von Helen Sjöholm – ein beeindruckendes Lied. Sie singt es als Befreiung von den Mißhandlungen und Demütigungen, denen sie durch ihren gewalttätigen Ehemann ausgesetzt ist. Im Film wurde das Lied vom Kantor Daniel (Michael Nyqvist), der einst ein gefeierter Dirigent gewesen war, dieses Leben jedoch zugunsten eines kleinen Gemeindechores in der schwedischen Provinz aufgegeben hat, extra für Gabrialla und ihre Stimme geschrieben – wobei Stimme hier sicherlich auch symbolisch zu verstehen ist.
In der deutschen Synchronfassung bleibt das gesungene Stück natürlich auf schwedisch, aber da der Text so wichtig ist, gibt es eine Übersetzung in den Untertiteln. Diese ist zwar nicht exakt wörtlich, aber achtet weder auf Reime, noch auf einzuhaltende Rhythmen und Takte. Ich habe deshalb versucht, eine Übersetzung zu machen, die man auf die Originalnoten singen kann und die Reime & Rhythmus des Liedes beibehält. Wichtig war mir dabei auch, dass das Ganze authentisch bleibt und nicht allzu verkitscht rüberkommt. Dort das Original auf schwedisch, hier mein Vorschlag auf deutsch.

Gabriellas Sång
Original von Stefan Nilsson
Übersetzung von Annabell Preußler

Nun gehört mein Leben mir ganz,
es ist wenig Zeit nur geblieben.
Und die Sehnsucht, sie zeigte an
was mir fehlte, was ich bekam.

Es gab nur den Weg, den ich ging.
Mein Vertrauen jenseits der Worte
zeigte mir dann ein keines Stück,
von dem Himmel, der erst anfing.

Ich will spüren, dass ich lebe,
alle Zeit, die bleibt.
Leben ganz nach meinem Ziel.
Ich will spüren, dass ich lebe,
wissen, ich bin nicht zuviel.

Niemals ließ ich mein Selbst vergehn,
es hat nur tief in mir geschlummert.
Vielleicht konnte ich nur bestehn
mit dem Willen hinauszugehn.

Ich will glücklich leben
und dabei ich sein.
Und ich werde frei und stark
dann wird Dunkelheit zum Tag.

Ich bin hier
und mein Leben gehört mir.
Und den Himmel den es nie gab
finde ich an einem Tag.
Ich will spüren, dass ich gelebt hab’.

Über Verbesserungsvorschläge freue ich mich.

Israelpics online

Filed under: Fotos,Gott & die Welt,Persönliches,Unterwegs — Annabell um 16:25 pm am 27.03.2010


…hier drüben im Fotoblog.

Sing, sing, sing

Filed under: Kultur,Persönliches — Annabell um 13:57 pm am 23.02.2010

Am Samstag habe ich (wie bereits berichtet) am Scratch-Projekt des Theaters Hagen teilgenommen. Das war ein Spaß! Wir waren etwa 350 Sängerinnen und Sänger, die teilweise achtstimmig Stücke der “Last Night of the Proms” aufgeführt haben – unter der Führung von GMD Florian Ludwig und mit großer Unterstützung des Philharmonischen Orchesters Hagen. Der Clou an dem Projekt war, dass das Ganze sehr spontan abgelaufen ist. Nachdem wir schon im November Übungsdateien und Noten erhalten hatten, gab es die erste Probe nach Stimmen getrennt erst am Freitag abend. Alle Teilnehmenden haben sich erst am Samstag morgen getroffen und bis zum Nachmittag geübt. Dann war Generalprobe mit dem Orchester und um 18 Uhr schon die Aufführung in der Stadthalle Hagen – und die war wirklich voll. Das Publikum war ebenfalls großartig, sie haben teilweise im Stehen mitgesungen und mit ihren Fähnchen geschwenkt. Moderiert wurde der Abend von Rolf Seelmann-Eggebert, der für den NDR die (echte) Last Night überträgt.

Obwohl ich schon ein gutes Jahr im Kirchenchor mitsinge, war dieses Projekt eine ganz andere Erfahrung, weil es einfach so groß war. Großer Chor, große Halle, großes Orchester, großes Publikum. Und wenn man mal nicht wusste, wann genau der Einsatz kommt, irgendwer wusste es immer, so dass es im Großen und Ganzen wirklich gut geklappt hat. Dies lag auch an den Proben mit Florian Ludwig, der uns alle sehr motiviert hat: “So, das war schon super, aber jetzt stellen Sie sich vor, an dieser Stelle würden Sie einen niedlichen kleinen Engel streicheln” oder “Wissen Sie, was ‘pierce’ auf deutsch heißt? Genau, durchbohren. Und jetzt bitte auf dem ‘p’ zustechen und auf dem ‘c’ wieder rausziehen, aber alle zusammen, dann tut es mehr weh!” Manche Stücke waren recht einfach zu lernen, wie “Land of Hope and Glory” oder “Jerusalem” (beide einstimmig), aber auch der Halleluja-Chor war nicht so schwer. Schlimmer war “Blest Pair of Sirens” oder “Dream of Gerontius“, dafür haben wir richtig lange gebraucht. Dies war eines der zwei Stücke mit SolistInnen, die ebenfalls schon bei der Generalprobe dabei waren. Das andere war der “Folk Song Medley“. Am Ende haben wir noch Auld Lang Syne als Zugabe gesungen, ebenfalls mit großer Beteiligung des Publikums.

Am Sonntag morgen hatte ich immer noch das Orchester im Ohr und habe “Molly Malone” vor mich hingesungen.

Schöne Berichte mit Fotostrecke gibt’s bei DerWesten:
Scratch-Chor wagt ein Gesangs-Abenteuer
Scratch-Projekt in Hagen
Konzert unter britischer Flagge

12.000

Filed under: Persönliches — Annabell um 10:00 am am 17.02.2010

Alternativer Geburtstag: Heute bin ich genau 12.000 Tage alt.

2500 Kilometer in 4 Tagen

Filed under: Job,Persönliches,Reisenotizen,Wissenschaftliches — Annabell um 14:25 pm am 08.02.2010

Dieses Wochenende war ein absolutes Reisehighlight – was unterschiedlicher kaum sein kann. Der erste Programmpunkt war am Donnerstagabend in Dortmund. Dort fand die Verabschiedungsfeier von Prof.’in Dr. Renate Schulz-Zander statt, bei der ich meine erste Stelle als studentische Hilfskraft innehatte und die mir auf diese Weise den Sprung in die Wissenschaft ermöglicht hat. Die Feier war als Festkolloquium ausgerichtet – es war schön, viele bekannte Gesichter wiederzusehen. Eine Festschrift gab es auch und beim anschließenden Essen war die Stimmung regelrecht familiär.

Am Freitag früh ging es gemeinsam mit Britta Voß nach Hamburg zum educamp. Obwohl ich nur einen Tag bleiben konnte, hat es sich dennoch gelohnt! Auch hier wieder vertraute Gesichter – andere, wohlgemerkt. Hier kannte ich den Großteil der Teilnehmenden vor allem von ihren Profilbildern aus twitter und facebook. Von der Stimmung her habe ich das educamp tatsächlich als eine Unkonferenz empfunden – mit der Betonung auf “Konferenz”. Bei den regulären Barcamps, bei denen ich schon mitgemacht hatte, lag die Betonung vor allem auf “Un-”. Zwar war rein tagungsmäßig nicht sehr viel vorgegeben, das Publikum waren aber weniger typische Barcamper sondern aus meiner Sicht vor allem WissenschaftlerInnen, LehrerInnen – eben alle BildungswissenschaftlerInnen, die man beispielsweise auch in bestimmten Sessions auf Tagungen der GMW trifft. Inhaltlich ging es in den Sessions, an denen ich teilgenommen habe, hauptsächlich um die Verortung der Bildungswissenschaften, um die Förderung von wissenschaftlichem Nachwuchs und die “neuen” Chancen des Lehrens und Lernens.

Samstag und Sonntag standen dann komplett unter dem Motto “Kaiserschmarrn und Melange” – ich habe meine Schwester in Wien besucht. Obwohl es nur zwei Tage waren, fühlte es sich doch wie ein richtiger Urlaub an. Infolgedessen konnte ich natürlich auch keinen Tatort gucken. Wer mir einen Talk schreiben mag, ist herzlich dazu eingeladen.

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