Da ich im Urlaub internetfrei war, konnte ich mich bisher nicht zu Tour de France äußern. Ehrlich gesagt, ich bin keine große Freundin des Radsports, habe aber die Nachrichten der letzten Tage dennoch ständig verfolgt, weil mich das Dopingthema doch einigermaßen beschäftigt. Warum macht man das? Das Problem lässt sich nicht ohne weiteres auf Einzelpersonen reduzieren und ist daher vielleicht auch nur gesamtgesellschaftlich zu lösen (und nicht durch einzelne Sperren oder Legalisierung). Ich denke, dass es viel daran liegt, dass Zweiter zu sein in unserer Gesellschaft nichts mehr wert ist. Das ist nicht nur auf den Radsport begrenzt – auch bei Fußballturnieren rege ich mich jedesmal darüber auf, wenn sich die Zweitplatzierten sofort nach Verlassen des Treppchens die Medaillen vom Hals reißen. Das ist doch schlimm, oder?