die ständige reise » 2008 » Januar
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die ständige reise

weblog von annabell preußler

*schluck*

Filed under: Promotion — Annabell um 14:34 pm am 31.01.2008

Ich habe einen Disputationstermin. Bitte am 20.02. alle mal die Daumen drücken!

♥ Ziegler

Filed under: Borussia Dortmund — Annabell um 11:19 am am 30.01.2008

Hui, war das spannend.

Tatorttalk – Verdammt (WDR)

Filed under: Tatorttalk — Annabell um 12:32 pm am 28.01.2008

Gestern abend zwischen den Wahlnachrichten im Ersten: “Verdammt“, ein neuer Tatort aus Köln.

Generell: Ein so heikles und ernstes Thema wie Kindesmissbrauch gelungen umzusetzen, finde ich schwer. Dem Kölner Tatort ist es jedoch überwiegend gelungen. Gut fand ich dabei die Auseinandersetzungen mit der Täter/Opfer-Seite, die besonders durch das Zusammenspiel von Ballauf und Schenk zur Geltung kam. Schenk war als liebevoller Großvater vielleicht etwas überspitzt dargestellt, aber inhaltlich sehr passend. Ballauf verkörperte eher den Polizisten, der einen Mord aufklären will. Jedenfalls: Man hat sich im Vorfeld Gedanken gemacht. Ich zitiere mal Klaus J. Behrendt, der in den Hintergrundinformationen zu dieser Folge beim Tatort-Fundus sagt:

Auch am Set hatten wir viele Diskussionen darüber, wie man das Problem in den Griff kriegen kann. Dieser Tatort gibt darauf keine Antworten, aber stellt viele Fragen. Und er stellt zur besten Sendezeit ein Stück schmutzige Realität in den Mittelpunkt, die leider in vielen Familien totgeschwiegen wird.

Zum Fall: Ein ehemaliger Sexualverbrecher wird aus der Haft entlassen. Noch in der selben Nacht wird er jedoch erstochen aufgefunden. Tatverdächtig ist zunächt der Vater, dessen Kind damals das Opfer war – Stefan Maywald, der die Kinderschutzorganisation “child protection” gegründet hat. In dessen Umfeld agiert auch ein Untergrundmann in der Pädophilenszene, der allerdings auch tiefer verletzt war, als anfangs angenommen. Letzlich gerät auch die Familie des Ermordeten ins Visier, die zwischen eigenen Schuldzuweisungen, Trauer und Ignoranz schwenkt. Den Kommissaren gelingt es am Ende, den Mörder zu stellen.

Unstimmigkeiten: Diesmal keine. Habt Ihr welche?

Besetzung: Ich fand die Darstellung der Mutter (Keller) durch Barbara Schnitzler gut. Ansonsten bin ich ja sowieso Tessa-Mittelstaedt-Fan.

Bester Satz: Mein bester Satz ist diesmal kein lustiger, sondern ein ernster, aber einer, der die Folge gut zusammenfasst: Ballauf auf Schenks Äußerung, dass er den Mord fast schon legitim fand: “Entweder sind alle wichtig, oder keiner.” Oder so ähnlich.

20.40-Regel: Traf eindeutig zu (leider), zumal (das scheint eine neue Masche zu sein) eine prominente Besetzung einer Nebenrolle sehr dafür sprach.

Ich gebe diesmal 8 von 10 Punkten.

The floor is yours.

Wissenslücke Nr. 38: Strohwitwe

Filed under: Wissenslücken — Annabell um 10:36 am am 24.01.2008

Gestern bin ich im Schwedischkurs auf eine neue Wissenslücke aufmerksam geworden:

Warum heißt es eigentlich Strohwitwe(r)?

Die Frage kam auf, weil es auf schwedisch nämlich “gräsänka” heißt (Graswitwe), was die gleiche Bedeutung hat.

Nun konnte ich mir dieses Phänomen mit Hilfe der Wikipedia ganz anschaulich erklären. Dort heißt es:

Stroh steht hier für Bett, wie in der Klage Marthes im Faust: Und lässt mich auf dem Stroh allein!

[...]

Viel älter als der Strohwitwer ist die Strohwitwe, die im Niederdeutschen auch Graswitwe genannt wurde [Ha!, Anm. AP]. Der Ausdruck erinnert an die Entjungferung im Freien, die entweder im Gras oder auf Stroh stattfand. Diese Frauen durften bei der Hochzeit keinen Myrtenkranz, sondern nur einen Strohkranz tragen und wurden dann Strohbraut genannt.

Einer anderen Auffassung nach entstammt der Begriff einer Analogie aus dem 14. Jahrhundert: Demnach wurde die Umschreibung “scheinbare Braut” (strôbrût) für eine ledige Mutter verwendet.

Der Begriff Strohwitwer dagegen entstand in der 2. Hälfte des 17. Jahrhunderts. Angeblich entspringt die Formulierung einer wörtlichen Übersetzung des französischen Begriffs homme de paille (“Strohmann”), die zunächst nur für Vogelscheuche stand und später auch im übertragenen Sinn als vorgeschobener Geschäftsmann (Strohmann) verstanden wird.

Eine andere Auslegung sieht den Ursprung in der Landwirtschaft des 16. bis 17. Jahrhunderts. Damals reisten Truppen von jungen Bauern durch das Land, die sich im Sommer auf grossen Landgütern als Hilfsarbeiter verdingten. Oft halfen sie beim Sicheln des Korns. Die Frauen dieser Männer, die in den Heimatdörfern auf die Rückkehr ihrer Männer warteten, bezeichnete man landläufig als “Strohwitwen”.

Also, Lösungsmöglichkeiten gibt es scheinbar viele, aber welche erscheint Euch denn am wahrscheinlichsten?

Wissenslücke Nr. 37: Sandmännchen

Filed under: Wissenslücken — Annabell um 15:18 pm am 22.01.2008

Woher kommt eigentlich das Sandmännchen? Ich meine nicht die Figur aus dem Kinderfernsehen, sondern den Volksmythos. Die Idee mit dem Schlafsand fand ich als ((sehr) kleines) Kind jedenfalls recht plausibel.

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