Jetzt ist es soweit: Die Sommerpause ist vorbei und endlich flimmern sonntags neue Tatort-Folgen auf dem Bildschirm. Gestern ging es los mit dem zweiten Fall des neuen Stuttgarter Teams Lannert & Bootz.
Generell: Eine mittlere, aber nicht langweilige Folge. Das Team passt schon viel besser zusammen, die beiden stehen am Ende sogar richtig pathetisch füreinander ein und lösen einen Fall aus den eigenen Reihen. Etwas nervig fand ich den Handlungsstrang mit der Nachbarin, aber nun gut. Scheinbar diente es auch eher dazu, dem Publikum Lannerts Vergangenheit nahezubringen. Ich fühlte mich ganz gut unterhalten, da der Fall doch einige überraschende Wendungen nahm.
Zum Fall: Bei einem Einsatz der Drogenfahndung werden nicht nur die Dealer, sondern auch ein Polizist sowie ein verdeckter Ermittler – Cem Dede – erschossen. Die Kommissare stoßen bei der Befragung der Polizeibeamten schnell auf Unstimmigkeiten – so bricht beispielsweise die heimlich mitgeschnittene Tonaufnahme von Dedes Gerät plötzlich ab. Da Bootz mit einem der Polizisten auch privat befreundet ist, glaubt er zunächst nicht an eine Verschwörung, lässt sich aber von Lannert überzeugen. Auch der anfängliche Verdacht, die beiden hätten sich bereichern wollen, wird aufgelöst. Am Ende war das Ganze doch eher eine Art polizeilicher Selbstjustiz.
Unstimmigkeiten: Folgendes ist mir aufgefallen:
- Dass immer davon gesprochen wurde, der Dealer würde nur 20 Minuten vor Ort sein, kam mir von Beginn an komisch vor – das sind doch unrealistisch präzise Zeitangaben.
- Hat der Polizist an sich immer mehrere hundert Euro in der Tasche?
Zur Besetzung: Miranda Leonhardt als Nika Banovic fand ich gut. Außerdem hatte Tim Egloff eine Nebenrolle als Lonas Bruder, hab ihn aber nur an der Stimme erkannt.
Bester Satz: Kein spezieller.
Zur 20.40 Uhr-Prognose: Die 20.40 Uhr-Regel traf diesmal nicht zu – die Schuldigen waren ja quasi von Beginn an zu sehen. Interessant aber, wie lange man sie als unschulig eingestuft hatte. Mein erster Verdacht fiel auf den extrem unsympathischen LKA-Beamten.
Insgesamt also recht spannend gemacht, besseres Zusammenspiel und nachvollziehbare Motive, aber auch stellenweise etwas übertriebene Darstellungen und Klischees. Ich gebe 7 Punkte.
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Jetzt ist es an Euch, besonders an Euch StuttgarterInnen!!
Ach ja: Schön, dass das schwarz-gelbe Team der Kinderfußballmannschaft gewonnen hat!