Gestern lief der erste der Sänger-Alleingänge: Waffenschwestern.
Generell: Ich mag die Sänger ja. Zwar ist sie ständig überspannt und ein bißchen psychotisch, aber irgendwie verstehe ich sie auch manchmal. Darüber hinaus gab dieser Sologang ja auch bessere Einblicke in ihr Leben als bisher. Die Folge war unterhaltsam und spannend und auch gut besetzt.
Zum Fall: Dellwo weg, Sänger überarbeitet und dann noch ein Banküberfall in Offenbach, der zusätzliche Panik verbreitet. Und just dann gerät Charlotte Sänger in einen Amoklauf einer jungen drogensüchtigen Studentin, bei dem diese vom Polizisten Martin Petzold erschossen wird. Dass die Amokläuferin nur Platzpatronen benutzt hatte und sterben wollte, kam erst später heraus. Sänger hätte in dieser Situation schießen müssen; da sie es nicht getan hat, wird sie vom Dienst beurlaubt. Doch mitnichten, sie geht dem Fall alleine auf die Spur. Dabei gerät sie an eine Gruppe von Frauen, die es sich zum Hobby gemacht haben, sich gegenseitig mit scharf geladenen Waffen zu beschießen und nachts im Wald historische Duelle nachzustellen. Zwischen der Anführerin Jule Fischer und Charlotte Sänger kommt es zu einer zaghaften Freundschaft. Doch dann kommt heraus, dass der Überfall in Offenbach mit der Amokwaffe verübt wurde und dass eine Gruppe von Frauen als Täterinnen vermutet wird. Am Schluss muss Charlotte wieder schießen und tut dies dann auch.
Unstimmigkeiten:
- Woher kam denn nun der Hamster?
- Warum hat die Frage des Psychologen, ob die die Uniformen authentisch waren, zu Sängers Geistesblitz geführt?
Besetzung: Nina Kronjäger als Jule Fischer war sehr überzeugend! Schade, dass der Psychologe selbst so therapiebedürftig dargestellt wurde, aber das kam ja auch schon öfter vor.
Doppelbesetzungen:
Uwe Bohm, Johann von Bülow, Rosa Enskat und Antje Westermann waren schon in anderen Tatort-Produktionen zu sehen.
Zur 20.40 Uhr-Prognose: Tja, die 20.40 Uhr-Regel traf diesmal nur bedingt zu.
Zusammenfassend gebe ich 8 Punkte.
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