Nach langer Zeit mal wieder ein Stuttgarter Tatort. Zugegeben – ein bißchen gewöhnen muss ich mich noch an das Team. Hab noch nicht so das Serienfeeling, das man hat, wenn man meint, alle wichtigen Personen gut zu kennen. Vielleicht könnte Hannelore mal durch’s Bild laufen.
Generell: Ein Fall nach einem altbekannten Muster: Ein gesellschaftlich wichtiger Mensch gerät in irgendein Milieu, dort kommt es zum Mord, er war es zwar nicht, aber wird verdächtigt. Trotzdem fand ich die Folge ganz unterhaltsam. Und: Es gab mal wieder richtige Ermittlungsarbeit – nicht so ein zufälliges Aufklären.
Zum Fall: In einem Penthouse finden die Kommissare die Leiche einer Prostituierten – brutalst ermordet. Es kommt zum Schusswechsel, bei dem Bootz verletzt wird. Lannert hilft als Erstes seinem Kollegen, jedoch ist die Leiche anschließend verschwunden. Verdächtigt wird zunächst der Besitzer der Wohnung – später jedoch auch der letzte Freier Högele, der sich als ein überregional bekannter Politiker entpuppt. Die Staatsanwältin bleibt tough und lässt dessen Wohnung auseinander nehmen. Högele gerät immer weiter in die Schusslinie, parallel wird noch im Umfeld der Toten ermittelt, was am Ende zur Ergreifung der Mörderin führt.
Unstimmigkeiten: Erstens: Blutet man bei einem Steifschuss nicht mehr? Zweitens: Seit wann gibt es denn Ton bei den Infoscreens am Bahnhof?
Zur Besetzung: Ach, ich mag ja immer die Assistentinnen. Nachdem ich schon bekennende Franziska-Supporterin bin, muss ich das auf Nika erweitern.
Dopppelbesetzungen: Ulrike Grote hat schon gefühlte 50 Mal beim Tatort mitgemacht, Stephan Schad, Fjodor Olev und Christian Koerner ebenfalls. Margarita Breitkreiz nicht so oft, aber immerhin. Die Nachbarin und Bootz’ Ehefrau zähle ich nicht mit, die sind ja quasi Bodenpersonal.
Bester Satz: “Ich muss bis Freitag noch 20 Krimis gucken.” “Ist doch eh alles Quatsch.”
Zur 20.40 Uhr-Prognose: Heute traf die 20.40 Uhr-Regel absolut zuverlässig zu. Deshalb habe ich auch richtig getippt!
Also, Story war ok, aber die vielen Doppelbesetzungen und die Vorhersehbarkeit geben Punktabzug. Sagen wir mal 6 Punkte.
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