die ständige reise » 2009 » August
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die ständige reise

weblog von annabell preußler

Tatorttalk: Mit ruhiger Hand (WDR)

Filed under: Tatorttalk — Annabell um 08:29 am am 31.08.2009

Damit habt Ihr bestimmt nicht gerechnet: Dass ich diesen Text nach einer Woche Rückstand noch nachliefere. Letzten Sonntag war ich zur Tatort-Zeit nicht zu Hause, so dass ich die Sendezeit des gestrigen Polizeirufs genutzt habe, um mir meine Tatort-Aufnahme anzusehen. Man kommt ja zu nichts. Den Polizeiruf wiederum habe ich ebenfalls aufgenommen. Nächste Woche bin ich auch nicht da, so dass es erneut zu Verzögerungen kommen kann, es sei denn, ich finde eine Vertretung (bitte melden). So, nun aber los:

Generell: Ich fand diese Folge recht düster. Vielleicht lag es auch an den dunklen Bildern, die stellenweise übrigens sehr gut fotografiert waren – Lydia vor der petrolfarbenen Wand zum Beispiel, aber die eine recht beklemmende Grundstimmung vermittelten. Sollte ich die Folge in zwei Worten zusammenfassen, würde ich sie “Alkoholsucht und Ärztepfusch” nennen. Ich führe das mal als Kategorie ein, hilft beim Wiederfinden alter Folgen. Ballauf und Schenk ein gewohntes Team, obwohl es diesmal auch nicht dauerhaft harmonisch zuging. Ballauf wird ein einsamkeitsbedingtes Alkoholproblem unterstellt, wobei ersteres zutraf, zweiteres sicher nicht. Wir dürfen auf die weiteren Entwicklungen mit Lydia gespannt sein, so wie ich das auch in Bezug auf das Kieler Team immer bin.

Zum Fall: Einbruch und Mord beim Ehepaar Gann (der Name weckte bei mir permanente Assoziationen zu Angus Gunn vom Phantomsee, eine äußerst alte Erinnerung). Prof. Gann, Leiter einer chirugischen Klinik, kommt mit dem Leben davon, aber seine Frau, Dr. Gann, stirbt. Auch sie hatte als Ärztin gearbeitet und sich dabei um medizinisch schlecht versorgte illegale Einwanderer gekümmert. Ins Blickfeld der Ermittlungen gerät zunächst der Sohn der Familie, der – überraschend aus dem Internat zurückgekehrt – zur Tatzeit einen Rausch in seinem Zimmer ausschlief. Wenig später kommt jedoch auch eine andere delikate Affaire ans Licht: Gann soll unter Einfluss von Alkohol operiert haben, mit tödlichen Folgen der Patientin. Und ausgerechnet seine Frau war an der Aufklärung beteiligt. Nach einen weiteren Verstrickungen und Verdächtigen wird der Täter am Ende gefasst.

Unstimmigkeiten: Es gab nichts, das ich absolut unstimmig fand, habe mich nur über zwei Kleinigkeiten gewundert: Erstens kannte Gann den direkten Weg ins Büro der Kommissare. Zweitens – und das ist superpingelig, ich weiß – habe ich es bei diversen eigenen Umzügen und Hilfe bei Umzügen von Freundinnen nie gesehen, dass jemand den Inhalt der Kartons auf die Außenseite schreibt, sondern immer auf den Deckel.

Zur Besetzung: Hui, mal wieder Juliane Köhler im Tatort. Die mag ich ja, weil sie so wandlungsfähig ist. Trootzdem kann niemand so überrascht gucken, wie Tessa Mittelstaedt (außer Doris Day vielleicht). Vincent Redetzki hat mir auch gefallen.

Doppelbesetzungen: Roeland Wiesnekker, Juliane Köhler, Maria Simon, Bernhard Schütz, Fabian Hinrichs, Marco Hofschneider, Andreas Laurenz Maier und Helga Bellinghaus waren schon in Tatorten zu sehen.

Bester Satz: “Du bist der spontane Typ, ich der Intellektuelle.”

Zur 20.40 Uhr-Prognose: Ich hatte um 20.40 Uhrauf die OP-Schwester getippt. Dennoch war Gann eigentlich naheliegender.

Neu! In zwei Worten: Alkoholsucht und Ärztepfusch

Solider Tatort in gewohnter Manier, der 7 Punkte verdient hat.

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Gibt es noch Anmerkungen oder war die Woche zu lang?

Barnsley Central – people who annoy me

Filed under: Blogging,Netzfunde,Persönliches — Annabell um 14:50 pm am 29.08.2009

cd

Meine erste CD. Dies ist mein Beitrag zu Manuels BlogCarnival, der darin besteht, aus zufällig ausgewählten Wikipedia-Artikeln, Zitaten und Fotos ein Cover für eine CD zu erfinden. Weil ich die Idee lustig fand, habe ich mitgemacht und voilà!

Der Bandname kommt aus der Wikipedia, das Zitat (in voller Länge heißt es: “I like long walks, especially when they are taken by people who annoy me.” Noel Coward, 1899 – 1973) stammt von quotationspage.com und das Foto ist aus dem flickr-Fotostream von lordwikket.

Hätte ich eine Band, könnte ich mit dieser Variante leben. Es wäre ein zutiefst melancholisches Album.

Live Is Life

Filed under: Job — Annabell um 09:43 am am 20.08.2009

Wie Axel schreibt, werden wir am Samstag live vom eday senden. Alle Vorträge, die laut Programm in Raum LC033 zu sehen sind, werden übertragen.

Coco

Filed under: Kultur — Annabell um 13:29 pm am 19.08.2009

Obwohl ich schon einige Kritik an dem Film gehört hatte, war ich gestern doch in “Coco Chanel – der Beginn einer Leidenschaft“, ein Portrait der Modemacherin.
Zugegeben, es ist schier unmöglich, den Facettenreichtum dieser schillernden Persönlichkeit in einen Film von 110 Minuten Dauer zu pressen. Selbstverständlich kann da nicht in aller Ausführlichkeit jedes Detail, jede Liebschaft und jedes Lebensereignis beleuchtet werden. Dennoch fehlt dem Portrait m.E. eine wichtige Stelle, nämlich den Schritt von der Idee bis zur tatsächlichen Geschäftseröffnung in Paris. Der Film macht hier einen Sprung – nachdem Coco den Plan gefasst hat und bei Etienne Balsan auszieht, sieht man sie in der nächsten Einstellung bereits mit Angestellten in ihrem Laden arbeiten. Ihr Aufstieg zu einer Berühmtheit wird ebenfalls nur angedeutet.
Vielmehr legt der Film den Focus auf das Leben DAVOR: Kindheit und Jugend, das Leben als unkonventionelle Frau zwischen allen Arten von Konventionen, als unglücklich Verliebte. Und genau deshalb mochte ich den Film doch. Audrey Tautou ist zwar immer ein bißchen Amélie, aber sie spielt überzeugend. Der Film ist zwar nicht überragend, aber durchaus den Eintritt wert. Man kann für mehr Geld schlechtere Filme gucken. Auch wenn das Leben von Coco Chanel nicht durchgängig authentisch dargestellt wird, gewinnt man doch Einblicke in das Leben dieser faszinierenden Frau, die heute 126 Jahre alt geworden wäre und die eine modische Revolution ausgelöst hat.

Auch ich bin jetzt evangelisch.de

Filed under: Gott & die Welt,Persönliches — Annabell um 11:08 am am 14.08.2009

Gestern war ich in Frankfurt bei der evangelisch.de-Redaktion. Dort entsteht gerade eine

Plattform für aktuelle Themen, für den Austausch und die Gemeinschaft von Menschen, sowie für alle Informationen und Services rund um die evangelische Kirche.

Ich werde dabei als freie Autorin tätig werden, das ist seit gestern beschlossene Sache. In welchem Bereich genau, können wir uns noch genauer überlegen, die Plattform geht am 24.09. online. Ich durfte ich mir alles aber bereits als closed beta ansehen – sieht sehr vielversprechend aus. Ich freue mich sehr, Teil dieses Projekts sein zu dürfen. DANKE!