die ständige reise » 2009 » Oktober
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die ständige reise

weblog von annabell preußler

Kommunikation 1.0

Filed under: Fotos,Job — Annabell um 15:26 pm am 31.10.2009

Nachdem Michael Kerres in seinem Blogbeitrag auf die neuen Möglichkeiten der kommunitive Lernerfahrungen am Duisburg Learning Lab hingewiesen hat, darf ich mit ein bißchen Stolz verkünden, dass bei UNS das in den Kommentaren vorgeschlagene Konzept des interaktiven Whiteboards bereits umgesetzt worden ist. ;-)

Kommunikation 1.0
Foto: Britta Voss

Tatorttalk: Tempelräuber (WDR)

Filed under: Tatorttalk — Annabell um 20:07 pm am 27.10.2009

Der Tatort des letzten Sonntags kam aus Münster. Schaue ich sehr gern, dieses Team.

Generell: Eine gut gemachte Folge diesmal, die ein brisantes Thema aufgreift – heimliche Liebschaften und Kinder von katholischen Priestern. Dieses ist zwar schon in etlichen TV-Produktionen abgegrast worden, wurde hier aber noch einmal von einer etwas anderen Seite aufgegriffen, die aus meiner Sicht nicht mit dem moralischen Zeigefinger hantierte, sondern die persönlichen Lebensumstände in den Vordergrund stellte. Dazu wieder die gewohnten Comedy-Elemente der Münsteraner, wenngleich diesmal in deutlich geringerem Maße. Ein paar Stellen wirkten konstruiert, wie die Geschichte mit dem kaputten Grablicht. Ich finde besser, wenn wirklich ermittelt wird und sich die Fakten nicht zufällig ineinanderpuzzeln.

Zum Fall: Während dem Nachhauseweg wird Boerne Zeuge eines Mordes – ein Mann wird vom Taxi überfahren, absichtlich. Als er zu Hilfe eilt, wird auch er angefahren, was ihn jedoch nicht davon abhält, sich mit zwei gebrochenen Armen um den Fall zu kümmern. Zwei Dinge stellen sich schnell heraus: Das Mordfahrzeug war das Taxi von Vater Thiel, der Tote der Regens des Priesterseminars. Bei den Ermittlungen im Seminar stoßen Thiel und Boerne auf mehrere Verdächtige und Hinweise von früheren Beziehungen der Seminaristen, aus denen Kinder hervorgegangen sein sollen. Zwei davon sind dem Fall näher als zunächst erwartet. Die Tochter des Priesters Wolff, die ebenfalls im Seminar arbeitet, ihren Vater von ihrer Identität jedoch zunächst in Unkenntnis lässt und ausgerechnet der Sohn von Boernes neuer Haushaltshilfe, die ihm bei der täglichen Routine unterstützen soll.

Unstimmigkeiten: Warum wurde Thiels Vater nicht wenigstens ansatzweise verdächtigt? Und wenn, wäre Thiel dann nicht befangen?

Zur Besetzung: Ich mag ja Johanna Gastdorf sehr. War allerdings ihr 8. Tatort, was ich schade finde. Auch gut: Giselle Vesco, die ewige Mutter Scholz aus der Lindenstraße!

Doppelbesetzungen: Wieder viele, die schon in anderen Folgen mitgespielt haben: Giselle Vesco, Marita Breuer, Johanna Gastdorf, Ulrich Noethen, Wolf-Niklas Schykowski (aber erst einmal) und Rosalie Thomass (auch erst einmal).

Bester Satz: “Was ist das da in Ihrem Gesicht – ein Lächeln oder hatten Sie einen Schlaganfall?”

Musik: ‘So lonely’ von Police fand ich an einer Stelle passend.

In zwei Worten: Priester und Liebe

Zur 20.40 Uhr-Prognose: Ich gebe zu, diesmal hat die 20.40 Uhr-Regel wahrscheinlich gestimmt, aber ich hab trotzdem erst die Haushälterin verdächtigt. Mein Grund war allerdings ein anderer: Sie kam um 20.35 Uhr ins Bild und war eine der bekannteren Schauspielerinnen. Eine Nebenrolle konnte es also nicht sein.

Ich finde 8 Punkte angemessen.

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Und sonst? Ich finde lustig, dass es in Münster ja auch ein Radler namens Leeze gibt.

Wissenslücke Nr. 55: Winterzeit

Filed under: Wissenslücken — Annabell um 18:38 pm am 26.10.2009

Da wir nun gerade die Umstellung auf die Winterzeit hinter uns gebracht haben, frage ich mich, wie die Bahn mit dieser Situation umgeht. Fährt beispielsweise ein Zug, der um 2.15 Uhr losfahren sollte, eine Stunde später noch einmal? Wie wird mit der Ankunftszeit umgegangen?

Übrigens: Wer sich – wie ich – nicht gut merken konnte, wann vor- und wann zurückgestellt wird, kann sich dies merken: Im Frühling werden die Sommermöbel VORgeholt und im Winter werden sie wieder ZURÜCKgestellt.

Impressionen von der Insel

Filed under: Job,Wissenschaftliches — Annabell um 16:09 pm am 19.10.2009

Heute war ja der am Island Day in SecondLife (ich berichtete).

Bis auf kleinere technische Schwierigkeiten war es sehr interessant und auch ziemlich gut besucht. Nach dem Einführungsvortrag zum Thema Netzwerkforschung von Prof. Dr. Jütte gab es etliche Vorstellungen von Projekten oder Lerntools. Auch gab es Vorträge zu überwiegend technischen Aspekten, die ich aber nicht besuchen konnte. In der Abschlussdiskussion ging es vor allem um den Mehrwert von SecondLife für Lernprozesse. Es bestand überwiegend Einigkeit darin, dass SL vor allem Simulation und Kollaboration fördern kann, wenngleich geeignete Tools noch fehlen. Forschung und Lehre können mit SL experimentieren und Szenarien erproben.

Island Day Island Day
Island Day Island Day

Ich schicke die besten Grüße nach Bielefeld. DANKE!

Tatorttalk: Um jeden Preis (BR)

Filed under: Tatorttalk — Annabell um 15:34 pm am 19.10.2009

‘Um jeden Preis’ heißt die neue Folge aus München, die gestern im Ersten zu sehen war.

Generell: Ehrlich gesagt, diese Folge hat mich nicht vom Hocker gerissen. Das Thema hatten wir in der ein oder anderen Ausprägung schon öfter mal und richtige Spannung kam auch nicht rüber. Der Clou am Ende, dass sich Greedinger doch selbst in die Brust geschossen hat, war dramaturgisch ganz nett, aber es gab keine herausragenden Charaktere. Wie schreibt Katharina Gamer im Tatort-Fundus so schön:

“Die Spannung des Krimis hätte aus dem Konfliktpotential der Rolle des Gewerkschaftsführers entwickelt werden müssen. Doch dieser hadert weder mit seinem Gewissen oder seinen eigenen Ansprüchen noch mit seiner Freundschaft zu Ivo und der Beziehung zu seinem Vater oder gar seiner eigenen Schuld … und am allerwenigsten mit sich selbst!”

Das moralische Ringen mit sich selbst wurde bestenfalls von Ivo Batic ausgetragen – aber auch das nicht mit aller Konsequenz.

Zum Fall: Zunächst deutet alles auf Selbstmord des bekannten Münchner Journalisten Rainer Truss hin. Als dann aber direkt zu Beginn der Ermittlungen der Fall eingestellt wird, vermuten Batic und Leitmayr erst recht brisante Zusammenhänge. Die Motivlage bleibt weiterhin unklar: Konnte er gerade an Recherchen gearbeitet haben, die ihn zum Selbstmord genötigt haben? Hatte er ein gebrochenes Herz? Immerhin stellt sich bald heraus, dass er verliebt gewesen war – ausgerechnet in den verheirateten Greedinger, der mit aller Macht an die Spitze der Gewerkschaft gewählt werden wollte und der in seiner Funktion als Aufsichtsrat einen wichtigen Vertrag für Asiengeschäfte abwickeln sollte, was wiederum Truss in Konflikt gebracht hatte. Dazu kommen die Zweifel Batics, der seit seiner Kindheit mit Greedinger befreundet ist. Am Ende war es doch alles und nichts.

Unstimmigkeiten: Viele Unstimmigkeiten heute, z.B.: Lässt man einen Windows-Rechner tatsächlich einfach so hochgefahren herumstehen, wenn man als Journalist möglicherweise brisante Daten hat?
Was für einen Sinn ergibt die Forderung Greedingers, den Fall bei Selbstmord zu belassen, im Nachhinein? Wie kam Greedinger an die Waffe von Truss’ Schwester, wenn sie nicht weiß, wer geschossen hat?

Zur Besetzung: Tanja Schleiff als die Schwester von Truss mochte ich in ihrer Rolle. Und Leonardo Nigro als Luca Panini war ja irgendwie auch eine Bereicherung!

Doppelbesetzungen: Thomas Sarbacher (der sitzt ja gerade erst eine Woche als Nick im Gefängnis), Fred Stillkrauth war sogar schon in diversen Münchner Produktionen zu sehen, Bettina Redlich ebenfalls. Tanja Schleiff, Alexander Duda, Petra Berndt, Christian Goebel (spielt im Tatort gerne Doktoren), Claudia Lössl, Nikolaus Benda, Hannes Hellmann und Petra Einhoff waren auch bereits zu sehen.

Bester Satz: “Ah, Luca Toni!!”

Musik: Ist mir nicht weiter aufgefallen.

In zwei Worten: Gewerkschaften und Journalismus

Zur 20.40 Uhr-Prognose: Die 20.40 Uhr-Regel kam diesmal ja nicht in Frage.

Heute reicht es nur für 4 Punkte.

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Und sonst? Bei der Frage: “Sollen wir uns mal im Café treffen?” stand in den Untertiteln: “Sollen wir uns mal im Kaffee treffen?” Die Vorstellung hat mir Spaß gemacht.

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