die ständige reise » 2010 » Februar
Stoppt die Vorratsdatenspeicherung! Jetzt klicken & handeln!Willst du auch bei der Aktion teilnehmen? Hier findest du alle relevanten Infos und Materialien:

die ständige reise

weblog von annabell preußler

Sing, sing, sing

Filed under: Kultur,Persönliches — Annabell um 13:57 pm am 23.02.2010

Am Samstag habe ich (wie bereits berichtet) am Scratch-Projekt des Theaters Hagen teilgenommen. Das war ein Spaß! Wir waren etwa 350 Sängerinnen und Sänger, die teilweise achtstimmig Stücke der “Last Night of the Proms” aufgeführt haben – unter der Führung von GMD Florian Ludwig und mit großer Unterstützung des Philharmonischen Orchesters Hagen. Der Clou an dem Projekt war, dass das Ganze sehr spontan abgelaufen ist. Nachdem wir schon im November Übungsdateien und Noten erhalten hatten, gab es die erste Probe nach Stimmen getrennt erst am Freitag abend. Alle Teilnehmenden haben sich erst am Samstag morgen getroffen und bis zum Nachmittag geübt. Dann war Generalprobe mit dem Orchester und um 18 Uhr schon die Aufführung in der Stadthalle Hagen – und die war wirklich voll. Das Publikum war ebenfalls großartig, sie haben teilweise im Stehen mitgesungen und mit ihren Fähnchen geschwenkt. Moderiert wurde der Abend von Rolf Seelmann-Eggebert, der für den NDR die (echte) Last Night überträgt.

Obwohl ich schon ein gutes Jahr im Kirchenchor mitsinge, war dieses Projekt eine ganz andere Erfahrung, weil es einfach so groß war. Großer Chor, große Halle, großes Orchester, großes Publikum. Und wenn man mal nicht wusste, wann genau der Einsatz kommt, irgendwer wusste es immer, so dass es im Großen und Ganzen wirklich gut geklappt hat. Dies lag auch an den Proben mit Florian Ludwig, der uns alle sehr motiviert hat: “So, das war schon super, aber jetzt stellen Sie sich vor, an dieser Stelle würden Sie einen niedlichen kleinen Engel streicheln” oder “Wissen Sie, was ‘pierce’ auf deutsch heißt? Genau, durchbohren. Und jetzt bitte auf dem ‘p’ zustechen und auf dem ‘c’ wieder rausziehen, aber alle zusammen, dann tut es mehr weh!” Manche Stücke waren recht einfach zu lernen, wie “Land of Hope and Glory” oder “Jerusalem” (beide einstimmig), aber auch der Halleluja-Chor war nicht so schwer. Schlimmer war “Blest Pair of Sirens” oder “Dream of Gerontius“, dafür haben wir richtig lange gebraucht. Dies war eines der zwei Stücke mit SolistInnen, die ebenfalls schon bei der Generalprobe dabei waren. Das andere war der “Folk Song Medley“. Am Ende haben wir noch Auld Lang Syne als Zugabe gesungen, ebenfalls mit großer Beteiligung des Publikums.

Am Sonntag morgen hatte ich immer noch das Orchester im Ohr und habe “Molly Malone” vor mich hingesungen.

Schöne Berichte mit Fotostrecke gibt’s bei DerWesten:
Scratch-Chor wagt ein Gesangs-Abenteuer
Scratch-Projekt in Hagen
Konzert unter britischer Flagge

12.000

Filed under: Persönliches — Annabell um 10:00 am am 17.02.2010

Alternativer Geburtstag: Heute bin ich genau 12.000 Tage alt.

Café Central (Wien I)

Filed under: Fotos,Unterwegs — Annabell um 09:14 am am 11.02.2010

Café Central

Der Preis ist heiß. (Wien II)

Filed under: Fotos,Unterwegs — Annabell um 09:12 am am 11.02.2010

La Rose

Tatorttalk – Königskinder (RB/WDR) Gastbeitrag von Bernd

Filed under: Tatorttalk — Annabell um 09:45 am am 10.02.2010

Meines Erachtens dürfen wir Annabell nicht hängen lassen, wenn sie – wie am vergangenen Wochenende – verdientermaßen in Wien weilt und uns keinen Tatort-Talk liefern kann. Hier also mein Gast-Talk, der gern auch unveröffentlicht bleiben darf :-)

Generell: Es hagelt schlechte bis vernichtende Kritiken für die „Königskinder“. Dem kann ich mich nicht anschließen. Zugegeben: Es gibt brillante Folgen, und besonders der Münchner-Tatort vom 14. Dezember 2009 ist für mich erst einmal nicht zu toppen. Dennoch haben mich die 90 Minuten am Sonntagabend auf spannende Weise unterhalten. Der Beginn war zackig, ich konnte mit raten und habe mich nicht gelangweilt (ja, auch das kommt sonst manchmal vor). Den Bremen-Tatort habe ich bisher selten gesehen und kann daher nicht recht beurteilen, ob er sonst tatsächlich eher „düster“ und die Kommissarin in der Regel mürrisch ist. Das mit dem Treppensturz fand ich allerdings albern, und eine Katastrophe war der Schluss. Inga Lürsen mit Perücke im Krankenbett. Peinlich. Diese „Falle“ hätte anders aussehen können. Bei Lichte betrachtet war die Aktion auch viel zu riskant und daher meines Erachtens unrealistisch. Fast müßig finde ich zu erwähnen, dass hier erneut Ermittler persönlich involviert waren. Wer treibt das den Tatort-Produzenten und überhaupt allen Krimiautoren endlich aus?! Ansonsten: Schöne Bilder aus Bremen und Bremerhaven. Die Charaktere der Protagonisten blieben eher flach.

Zum Fall: Bei einem Überfall in Bremerhaven wird das Yuppie-Ehepaar Messenburg drangsaliert, die Frau schließlich erdrosselt und einer der Einbrecher von Markus Messenburg erschossen. Kommissarin Inga Lürsen stürzt parallel die Treppe hinunter, verliebt sich in den behandelnden Arzt und zeigt daraufhin eine anscheinend nicht gekannte Gelassenheit. Die ermordete Frau war die Ex-Freundin des Lürsen-Kollegen Nils Stedefreund. Der Bruder der Toten kommt auch noch ins Spiel, der mit Stedefreund die Polizeischule besucht hat, jetzt beim Sittendezernat arbeitet und überhaupt auf Rache sinnt. Weitere Verdächtige oder potentielle Mitwisser: Ein – recht holzschnittartig dargestellter – Obdachloser, die Freundin des toten Einbrechers (die selbst noch recht öffentlich, aber zunächst unbemerkt, erstochen wird), der überfallene Markus Messenburg und seine Sekretärin. Offensichtlich war der Überfall auf die Messenburgs nur ein inszenierter Einbruch, um die wahren Gründe für den Mord an der Frau zu verschleiern. Am Ende bleiben nur wenige ernst zu nehmende Verdächtige übrig (nämlich Markus Messenburg, seine Sekretärin und der Bruder von Sonja Messenburg). Indem Lürsen und Stedefreund die oben erwähnte Falle stellen, wird der Täter zur Strecke gebracht. Showdown. Abspann. Dass der geliebte Arzt schließlich noch von einer Kugel getroffen wird, sollte vielleicht besser unerwähnt bleiben. Kurz gesagt: Nicht der Einbrecher war der Täter, sondern der Ehemann.

Unstimmigkeiten: Minuten nach dem Showdown im Foyer des Krankenhauses: Kein Blut, keine Polizei, nichts abgesperrt. Fand ich merkwürdig.

Bester Satz: “Das Opfer ist tot, ich nicht. Wozu die Aufregung?“

Doppelbesetzungen: Oliver Stokowski, Dirk Borchardt, Bibiane Beglau, Lars Rudolph, Peter Kremer spielten schon in anderen Tatort-Folgen mit:

Zur 20.40 Uhr-Regel: Um 20.40 Uhr war der wahre Täter nicht im Bild. Daher habe ich lange Zeit mit meinem Tipp falsch gelegen.

Ich gebe 5 Punkte.
•••• •••

Und sonst? Hier schreibt wieder Annabell: Ein ♥-liches Dankeschön an Bernd für diesen Gastbeitrag!!

Nächste Seite »