“Das letzte Reservat des Heterosexuellen”
Unter dem Titel “Outing wäre Selbstmord” berichtet die taz heute über das letzte große Tabu beim Fußball: schwule Fußballer. Statistisch gesehen müssten es in der ersten Liga etwa 40 sein, mit anderen Ligen zusammen mehr als 100. Aber wer kennt schon einen?
Nicht einmal qualifizierbare Gerüchte existieren – aber Corny Littmann, Theaterintendant aus Hamburg und Präsident des FC St. Pauli, bestätigt sie. “Ich weiß von schwulen Spielern”, aber er würde einen Teufel tun, ihre Namen zu verraten. “Sie wissen alle, dass sie sich nicht mehr auf ihren Beruf konzentrieren könnten, würden sie sich outen.” Opfer wären sie von Boulevardjournalisten, vom Schmäh der Fans jener Mannschaften, gegen die ihre Mannschaften spielen – und gewiss auch von Kollegen aus der eigenen Equipe, die sich möglicherweise weigern würden, nach dem Spiel mit ihrem schwulen Kollegen zusammen ins Erfrischungsbecken zu steigen.
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10 von 18 Bundesligavereinen sind befragt worden, ob sie bereit wären, einen offen schwulen Spieler zu engagieren. Geantwortet hat keiner.
[taz vom 11.8.2006, S. 13, 245 Z. (TAZ-Bericht), VON JAN FEDDERSEN]
Das ist doch traurig, oder? Meine Hoffnung ist, dass das irgendwann kein Thema mehr ist. Schade, dass ich nicht Clubmanagerin bin.






