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weblog von annabell preußler

“Das letzte Reservat des Heterosexuellen”

Abgelegt unter: Fußball, Queer — Annabell um 10:10 am am 11.08.2006

Unter dem Titel “Outing wäre Selbstmord” berichtet die taz heute über das letzte große Tabu beim Fußball: schwule Fußballer. Statistisch gesehen müssten es in der ersten Liga etwa 40 sein, mit anderen Ligen zusammen mehr als 100. Aber wer kennt schon einen?

Nicht einmal qualifizierbare Gerüchte existieren – aber Corny Littmann, Theaterintendant aus Hamburg und Präsident des FC St. Pauli, bestätigt sie. “Ich weiß von schwulen Spielern”, aber er würde einen Teufel tun, ihre Namen zu verraten. “Sie wissen alle, dass sie sich nicht mehr auf ihren Beruf konzentrieren könnten, würden sie sich outen.” Opfer wären sie von Boulevardjournalisten, vom Schmäh der Fans jener Mannschaften, gegen die ihre Mannschaften spielen – und gewiss auch von Kollegen aus der eigenen Equipe, die sich möglicherweise weigern würden, nach dem Spiel mit ihrem schwulen Kollegen zusammen ins Erfrischungsbecken zu steigen.

[...]

10 von 18 Bundesligavereinen sind befragt worden, ob sie bereit wären, einen offen schwulen Spieler zu engagieren. Geantwortet hat keiner.

[taz vom 11.8.2006, S. 13, 245 Z. (TAZ-Bericht), VON JAN FEDDERSEN]

Das ist doch traurig, oder? Meine Hoffnung ist, dass das irgendwann kein Thema mehr ist. Schade, dass ich nicht Clubmanagerin bin.

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7 Kommentare »

Kommentar von FräuleinWunder

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11. August 2006 @ 11:36

Neulich haben sich zwei Jungs in meinem schwulen Schwimmverein darüber unterhalten, dass sie den x und den y (beide bekannte Fußballer) in einer schwulen Disco gesehen haben. Wenn es nicht gerade Doppelgänger waren oder so (“Ich bin der Bruder”) dann gibt es sie also tatsächlich…

Kommentar von Annabell

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11. August 2006 @ 11:38

Ja, die gibt es ohne Frage. Ein paar Gerüchte kenne ich auch. Menno, es soll sich mal einer trauen.

Kommentar von Ulizinho

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11. August 2006 @ 17:01

Der einzige mir bekannte schwule Profi-Fußballer, der sich öffentlich zu seiner Homosexualität bekannt hat, war Justin Fashanu (1961-1998) von Nottingham Forest. Nachdem seine sexuelle Orientierung gerüchteweise bekannt wurde, ging erst seine Karriere und dann sein Leben kaputt.

(http://wien.gruene.at/fussball/justin_fashanu/)

Kommentar von nils

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11. August 2006 @ 17:19

Das ist nicht auf Fußball beschränkt oder?

Es sind doch kaum homosexuelle Spitzensportler bekannt wenn ich das richtig sehe.

Kommentar von Zappelfillip

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11. August 2006 @ 17:43

Was wäre anders, wenn Du Clubmanagerin wärst? Würden die Fans nicht buhen, die anderen Spieler gerne mit den Homosexuellen baden gehen und die Presse kein Interesse mehr haben? Nichts wäre anders! So leicht isses leider nunmal nicht…

Kommentar von Jens

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11. August 2006 @ 19:39

Warum die nicht geantwortet haben (die Clubs selber meine ich) kann ich nicht nachvollziehen. Das etwaige schwule Fußballer sich nicht outen wollen kann man jedoch verstehen.

Kommentar von Annabell

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12. August 2006 @ 14:24

Ja, du hast recht. Selbst wenn ich Clubmanagerin wäre gäbe es das alles. Aber: wenn es eine offen lesbische Clubmanagerin gäbe (haha), würde es ein paar Dinge vielleicht leichter machen. Aber so läuft es leider nicht. Immerhin gibt es ein paar schwul-lesbische Fanclubs!

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