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weblog von annabell preußler

Tatorttalk: Der Tote vom Straßenrand

Filed under: Persönliches,Tatorttalk — Annabell um 09:56 am am 19.02.2007

Ab jetzt (fast) jeden Montag hier: der Tatorttalk! Mittlerweile gehört es schon zum Montag dazu, sich über den Vorabend-Tatort zu unterhalten. Das soll nun hier in aller Öffentlichkeit geschehen und dazu dienen, Missverständnisse über Handlungsstränge aufzuklären, Sympathien für SchauspielerInnen kundzutun usw. Begonnen wird heute also mit:

Der Tote vom Straßenrand (SR)

Generell: Zweiter Fall für den derzeit jüngsten Tatort-Kommissar Kappl (mit zwei P und ohne E). Ein Mann stirbt im Auto durch Kohlenmonoxidvergiftung. Den Fall selbst fand ich relativ unspektakulär, aber interessant war, wie Kappl immer wieder versucht, in Saarbrücken anerkannt zu werden und es immer wieder vergeigt. Seine Art ist irgendwie zu schroff und zu sehr von oben herab, aber trotzdem ist er kein Unsympath. Ein bißchchen störend fand ich die Liebesgeschichte zwischen ihm und der Gerichtsmedizinerin, bzw. die Stalking-Geschichte drumherum.

Zum Fall: Ich persönlich finde es ein wenig unrealistisch, einem Spieler so viel Geld zu leihen, dass man sogar das geerbte Elternhaus verkauft. Wer macht denn sowas?

Zur Besetzung: Was mich auch schon länger stört, ist, dass immer wieder die selben SchaupielerInnen auftauchen. Gut besetzt fand ich dagegen Peter Franke, der den betrogenen Rentner sehr gut ans Publikum brachte.

Zur 20.40 Uhr-Prognose: Meine Gattin und ich geben um 20.40 Uhr immer eine Täterprognose ab. Früher haben wir das um 20.30 Uhr gemacht, aber da war die betreffende Person oft noch gar nicht in Erscheinung getreten. Gestern lagen wir falsch.

Diesem Tatort gebe ich 6 von 10 Punkten. [updated]
•••••••••••

PS: In diesem Zusammenhang ist der Tatort-Fundus empfehlenswert. Mit Erschrecken habe ich dort eben festgestellt, dass Charlotte Lindholm schwanger wird.

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17 Kommentare »

Kommentar by Schrödi

19. Februar 2007 @ 10:19

Dem Saarländer sein unliebstes Kind:

Folgende Mail erhielt ich gestern von einer Freundin aus Saarbrücken während der Tatort lief:” Ach Gott, wie erbärmlich. Wie sich das Saarland mal wieder mit Ruhm bekleckert- künstlerische und kriminalistische Höchstleistung.”

Die Geschichte wirkte platt und an den Haaren herbeigezogen; die Charaktere ziemlich hölzern und die Gags bereits meilenweit im voraus zu orten. Die 20.35-Regel traf zu, so dass man bereits zu diesem Zeitpunkt hätte getrost abschalten können, ohne etwas zu verpassen.

Und wenn man denkt, es geht nicht schlimmer: dann werden auch noch alle Klischees bedient, die man so zu bieten hat: Homophobie anscheinend des Saarländers liebste Marotte udn auch der Osten mischte wieder ganz fest mit: in immer wiederkehrender Form von sächsisch sprechenden Mitbürgern!

Kommentar by Annabell

19. Februar 2007 @ 10:30

Da hast du recht – die sächsisch sprechenden Leute sind mir auch aufgefallen. Vielleicht bewerte ich den auch nur deshalb so gut, weil ich Maximilian Brückner so mag, vor allem durch seine Rolle in “Männer wie wir”, in dem es um eine schwule Fußballmannschaft geht.
Was ich dennoch auch finde, ist dass wirklich viel Separatismus betrieben wird – Saarland gegen Bayern, Ossis gegen Wessis usw. Was sollen wir denn daraus lernen?
Trotzdem: besser als Palü ist Kappl allemal!

Kommentar by Annabell

19. Februar 2007 @ 10:49

Nette Rezension in der taz dazu:
http://www.taz.de/pt/2007/02/17/a0237.1/text

Kommentar by nils

19. Februar 2007 @ 11:04

Tja. Saarbrücken hat sich mal wieder auf ganzer Linie blamiert …

Wen hattet Ihr denn als Täter getippt?

Kommentar by Annabell

19. Februar 2007 @ 11:09

Wir haben die Zeit vergessen, weil wir erst die Wiederholung auf EinsFestival um 22.00 Uhr gesehen haben. Ich dachte jedenfalls, es sei die Ex-Geliebte aus dem Büro gewesen, weiß aber nicht, wann die das erste Mal zu sehen war.

Kommentar by Liisa

19. Februar 2007 @ 11:15

Wir haben den Tatort auch gesehen. Als die Szene kam, wo die beiden Kommissare die jungen Frau befragen, sie dann ihre tobenden Kinder anbrüllt und nachdem sie die Tür geschlossen hat, Deiniger meint: “Jo, ich hatte auch eine schwere Kindheit” kam spontan von der weltbesten WG-Genossin der Kommentar: “Klar, ne Kindheit mit Heinz & Hilde Becker als Eltern hinterläßt ihre Spuren”.
Da ja Alice Hoffmann beim saarländischen Tatort ebenfalls eine Rolle spielt, warten wir irgendwie immer darauf, daß plötzlich auch noch Gerd Dudenhöffer auftaucht. Dann würden die saarländischen Tatorte aber erst richtig lustig. Okay, es ist Rosenmontag, ich bin umgeben von Narren … man verzeihe mir die Albernheiten.

Maximilian Brückner war der einzige Grund, warum ich diese Tatort-Folge bis zum Ende durchgehalten habe.

Kommentar by Jens

19. Februar 2007 @ 11:16

Schöne Idee mit dieser Rubrik. Nur dummerweise habe ich gestern eher Karneval gefeiert als den Tatort zu schauen. ;)

Kommentar by Annabell

19. Februar 2007 @ 11:20

@Liisa: Ich muss da auch immer lachen – der kleine Stefan Becker mit der Lederjacke am Küchentisch… Vielleicht ist Gerd Dudenhöffer ja mal irgendwann Opfer – das wäre lustig.
@Jens: hat je bestimmt auch Spaß gemacht :-)

Kommentar by Jens

19. Februar 2007 @ 11:22

@Annabell:
Ja. :)
Aber für die Zukunft merke ich mir das, das ich nach dem Tatort-Schauen hier vorbei schaue. Für die ARD hätte ich eine Anregung: Wenn man mich über jeden Münster-Tatort per eMail informiert, wäre ich garantiert dabei und müßte mich nicht ärgern, wenn ich ihn verpasse.

Kommentar by Schrödi

19. Februar 2007 @ 11:31

Etwas spät, aber besser als nie: ich komme nochmals auf die Tatort-Regel zur Erkennung des Täters zurück: Um 20.35 Uhr trat der Rentner ins Bild der Ermittlung. Er passte ins von Kappl erstellte Täterprofil und er tappte bis kurz vor 21 Uhr als einzige auftretende Person in diesem Fall hilflos durch den Tatort. Um dem Fall noch eine interessante Wendung zu geben, hätte ich mir gewünscht, dass es am Ende doch Selbstmord war- das Opfer passte schließlich selbst am besten ins erstellte Täterprofil!

Aber auch so ein Tatort geht immer noch schlechter: Hat jemand am Samstag dem Fasching getrotzt und Wilsberg aus Münster gesehen?

Kommentar by Jennifer

19. Februar 2007 @ 14:51

Also wir fanden den Tatort auch sehr merkwürdig…
Vor allem die doch recht eingeschränkte, dafür oft wiederholte Mimik des Kollegen von Kappl war nervig.
Wir haben den ersten Fall der Saarbrücker nicht gesehen, also keinen Vergleich.
Aber Lena Odenthal, Charlotte Lindholm, das Team aus Münster und Leitmayr und Batic sind uns dann doch lieber. Vielleicht wird es ja noch besser. Von mir würde die folge 5 von 10 Punkten bekommen.

Kommentar by Annabell

19. Februar 2007 @ 14:56

Charlotte Lindholm mag ich gar nicht. Ich bin Fan des Tatorts aus Köln, aus Kiel (vor allem wegen Maren Eggert), aus Münster, aus Leipzig und aus München. Und Bremen und Bodensee mag ich auch. Ungern sehe ich Hamburg, Berlin und Hannover, der Rest ist mir egal ;-)

Kommentar by Julia

20. Februar 2007 @ 09:03

Habt ihr bemekrt, dass Alice Hoffmann einmal “Geh fodd” sagt?
Zu der 20:35-Regel kann ich nichs sagen, da ich dann erst zugeschaltet habe, was ich aber nicht als Nachteil empfunden habe.
Wer war jetzt eigentlich noch mal der Täter? Habe ich schon wieder vergessen. Ach ja, der Rentner, das Finale mit Gas.

Kommentar by Kirsten

21. Februar 2007 @ 09:56

Was ich noch gesagt bzw. geschrieben haben wollte:
Ich finde die neue Rubrik auch toll!

Kommentar by Annabell

21. Februar 2007 @ 10:07

Danke! Und wenn ich mal krank bin oder nicht da, dann geb ich ausgewählten Tatort-ExpertInnen auch AutorInnenrechte! :-)

Kommentar by Annabell

21. Februar 2007 @ 10:09

@Kirsten: Mensch, da hätte ich doch auch gut ein “gerne” antworten können!
@alle anderen: Ist ein kleiner Insider, bezogen auf das hier!

Kommentar by Kirsten

21. Februar 2007 @ 10:28

Gerne!

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